Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Kitzsteinhorn

Letztes Wochenende haben wir uns eine kleine Auszeit in Österreich gegönnt. Neben viel Wellness haben wir auch einen Ausflug auf das Kitzsteinhorn gemacht.

Am Gletscher dieses „kleinen“ Vorgipfels des Großglockner-Massivs ist ein Skigebiet, dass schon recht gut besucht war.

Bereits von unten ist die Befürchtung, dass die Fernsicht getrübt sein könnte. Tatsächlich gibt es zwei Wolkenschichten, eine weit über dem Gipfel, und eine, die über die Berge hinweg fließt.

So ist die Aussicht eher bescheiden – hinter der Zahl sollte eigentlich ein Panorama zu sehen sein. Ab und zu gibt es in der unteren Wolkenschicht ein Loch, sodass man wenigstens die direkte Umgebung sieht. Aber die Sonne kommt den Tag nicht heraus, die hohe Wolkenschicht bleibt geschlossen, und somit ist alles irgendwie dauerhaft grau in grau.

Dennoch war es ein Erlebnis, mal wieder auf so einer Höhe zu sein! Hier war scheinbar länger kein wirklicher Schneefall mehr, stattdessen kristallisiert die Feuchtigkeit an den Steinen und bildet Strukturen, die an Bilder von Elektronenmikroskopen erinnern.

Überall hängt eine dünne Schneeschicht, auch an den Geländern hängt der Schnee wie eine Seifenblasenschicht, von der Seite sieht es dann schon sehr nach Computergrafik aus.

Auf einem Geländer ist ein Knopf, der mit dem Belag sehr an einen Mettigel erinnert.

Nach ganz oben kommt man mit Gondel und dem Gletscher Shuttle, von dort kann man dann durch einen 400m langen, recht abschüssigen Tunnel zur Aussichtsplattform auf der Südflanke des Berges gelangen. Hier ist Naturschutzgebiet, und in der Theorie der Blick auf das Großglockner-Zentralmassiv. Der Tunnel ist schön hergerichtet, mit geschickt eingesetztem Lichtkonzept und Informationstafeln.

Am Rande des Tunnels wächst trotz fehlenden natürlichen Lichtes Moos. Ob das Gewächs die Photosynthese mit dem Licht der Lichterketten betreiben kann würde mich schon interessieren?

Zwischendrin ist in Wolkenlücken immer wieder kurz ein wenig Umgebung zu sehen, hier ziehen grad die letzten Reste einer Wolke vom See weg und lassen den Eindruck erscheinen, als ob hier ein riesiger Wasserfall eine Gischtwolke aufquellen lassen würde.

Natürlich darf in dem stolzen Österreich die Flagge nicht fehlen, auf diesem Bild erinnert sie mich sehr an das berühmte Iwo Jima-Bild. Es fehlen nur die Soldaten, die die Flagge aufstellen.

Jetzt sieht man auf den Funpark für die jugendlichen Snowboarder und Skifahrer, und der eine oder andere erhebt sich in die Lüfte. Da kommen Erinnerungen auf – gute wie schmerzhafte!

Aus der ausführenden Sturm- und Drang-Phase bin ich heraus, ich bin jetzt eher dokumentarisch tätig. Und natürlich: Ein Tag, an dem man nicht über das Wetter geschimpft hat, ist kein guter Tag!

 

Zum Schluss noch ein hübscher Schnappschuss aus unserem Hotel:

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Thema von Anders Norén

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