Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Vor der Front

Was tun bei Problemen? Am Besten ist es oft, man setzt sich an die Spitze der Bewegung. Und das tun wir auch, wir surfen praktisch vor der Wasserfront gen Norden.

Gestern Abend gab es bereits erste kurze Regenlücken, die wir sofort nutzten um kurz zum Meer zu fahren.

Von rechts kommt die Wolkenfront hinterher

Diese Bäume sind so cool, die „Blätter“ sind etwa 1cm breite und 20cm lange, flauschige Stangen.

Doch schnell kommt die Regenfront uns nach. Am Morgen dauert es eine Stunde, bis wir wieder vor der schwarzen Wand sind, und so liefern wir uns den ganzen Tag ein Rennen mit den Wolken. Mal gewinnen wir, mal verlieren wir.

Als wir Byron Bay – das Hippie-Surfer-Paradies – erreichen, sind wir so weit im Vorsprung, dass wir nicht nur Zeit haben vom Highway in den Ort zu fahren, sondern dort sogar über eine Stunde spazieren gehen können.

Byron Bay Lighthouse

Viele Meter hoch fliegt die Gischt wenn der Wind die Wellen gegen die schroffen Felsen schiebt

Dicht an dicht warten die Surfer auf die perfekte Welle

Die Nachbarbucht ist dagegen vollkommen menschenleer

Der Truthahn wartet darauf, dass irgendein selbsternannter „Tierfreund“ ihn füttert

Vom Leuchtturm aus kann man bis zum Wasser herabsteigen, und die Gewalt der Wellen hautnah betrachten.

Gischt aus der Nähe

Auf dem Weg kann man die Klippe herabblicken, und sieht dort den östlichen Punkt Festlandaustraliens – näher komme ich der Datumsgrenze nicht. Gabi hingegen wird ja nach unserem Urlaub noch vier Wochen Freiwilligenarbeit mit geistig behinderten Menschen auf Samoa anhängen – und da ist die Datumsgrenze nur wenige Kilometer vor der Küste.

Östlichster Punkt bei 153 Grad östlicher Länge – 142 Grad östlicher oder 218 Grad westlicher als Zuhause

Ein Eis am Leuchtturm ist noch drin, dann wird es schlagartig wieder feucht. Nachdem wir beim Aufstocken der Vorräte in Gold Coast – jetzt sind wir nicht mehr in New South Wales, sondern in Queensland – zu langsam sind und richtig nass werden, düsen wir ohne Sightseeing und Pause durch den 600.000 Einwohner zählenden Ort, der mit Aussie-Mallorca vermutlich gut beschrieben ist. Ein Stadtteil heißt wirklich Surfers Paradise!

Nur 30 Meter von der Mall zum Auto…

Am Namen soll sogar was dran sein!

Wenn man die Augen ein wenig zusammen kneift, und den Linksverkehr ignoriert, dann könnten wir im Alpenvorland sein. Kuhherden rechts und links helfen bei der Illusion.

Auch Brisbane passieren wir nur – dafür haben wir nächste Woche noch Zeit, wenn wir hier das Auto abgeben müssen.

Kurz vor Sunshine Coast – die Ortsnamen hier haben Werbetexter erdacht – stellen wir das Auto wieder auf den Campingplatz, und springen erst mal in den Pool. Morgen noch 5, 6 Stunden Fahrt, und dann sollten wir den Regen hinter uns gelassen haben, sagt der Wetterbericht. Dann bleiben das Auto stehen, bis wir nach Brisbane zurück müssen. Wir wechseln, wenn unser Plan klappt, kurzfristig mal das Fortbewegungsmittel. Drückt uns die Daumen, das könnte toll werden!

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Thema von Anders Norén

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