Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Von See zu See am Goldrausch vorbei

Es geht weiter Richtung Norden. Frühstück an der lauten Autobahnraststätte ist nicht so schön, also fahren wir erst mal ein Stück. Der Lake Eppalock ist da schon viel schöner.

Frühstück am Lake Eppalock

Unser erstes Ziel heute: Bendigo, ein Zentrum des Goldrausches, der interessanterweise in Australien fast zeitgleich wie in USA in den 1850ern startete. Was in den USA Sacramento und San Fransisco sind, sind in Australien Bendigo und Melbourne. Eine Mine, in der man zwischen 1939-1954 noch gefördert hat (Raus gekommen sind in den 15 Jahren weniger als eine Tonne Gold – etwa 40 Liter, so zum Vorstellen) ist heute eine Touristenattraktion.

Goldrushtown Bendigo

Förderturm

Miner Alex

Natürlich darf eine Gold-Schwenk-Station nicht fehlen, an der man mit einem Teller selber Gold finden kann!

Da! Ein winziger Goldkiesel!

Die Ausbeute: Zwei winzigst kleine Goldfäden nach 20 Minuten Schwenken!

Gabi ist sauer, weil wir nur zwei Mini-Mini-Kiesel Gold gefunden haben

Dann geht es in den Stollen, 61m tief unter die Erde. Dort zeigt uns unser Guide Nathan, wie das damals abgelaufen ist. Ich hoffe, es gibt in Australien einen TÜV, seit 1939 hat sich hier wenig verändert, die selben Maschinen bewegen die selbe Kabine herunter. Sehr vertrauenserweckend ist das ja nicht!

Unser Mine Guide Nathan

Das Weiße ist ein Streifen Quartz, darin Goldsprenkel

Nathan erklärt uns in welcher Reihenfolge das Dynamit gezündet wird

Nach knapp 3h verlassen wir die Stadt mit den vielen schönen alten Häusern wieder, und ich frage mich mal wieder: Wieso machen Menschen so viel Aufhebens um das bisschen Glitzerstein? Fast 400 Leute werden 15 Jahre lang beschäftigt, um alle vier Monate eine Milchtüte gelb schimmerndes Metall zu finden?

Weiter Richtung Norden geht es wie vorher an Getreidefeldern entlang. Die ersten 100km um Melbourne waren noch Schafe und Rinder unterwegs, jetzt geht es fast nur noch um das andere gelbe Gold. Bei dem kann ich den Sinn besser verstehen! Da hier Herbst ist – ich habe aufgegeben, und trage auch inzwischen immer wieder eine Jacke – ist alles abgeerntet. Und somit sieht unsere Aussicht fast den ganzen Tag so aus:

Abgeerntete Getreidefelder über 300 km

Das wird nur anders, wenn irgendwo ein See ist, Mittagessen gibt es wieder am See, diesmal am Lake Boort. Hier ist ein großer Ort mit über 1000 Einwohnern – wenn man die Umlandbauern mitzählt!

Lake Boort

Streitende Vögel

Etwas kleiner ist ein anderer Ort: Tittybong! Der „Ort“ mit dem lustigen Namen (Googelt das besser selber) hat angeblich 197 Einwohner, dort wo Google Maps ihn platziert steht genau ein einsames Haus, leider ohne Ortsschild.

Dieses Haus ist ein Ort namens „Tittybong“

Baumsilhouette

Die Strassen sind schnurgerade und in guten Zustand, man kommt mit meist 100 km/h gut vorwärts, und Verkehr ist erwartungsgemäß kaum einer. Am Nachmittag kommt die Sonne raus und erwärmt die Strasse, die Luft bleibt bei etwa 20 Grad. Am Wochenende soll es kurz auf deutlich über 30 Grad steigen, aber danach leider wieder kühl werden, selbst im ewig warmen Brisbane. Aber wer glaubt schon einem Wetterbericht, der mehr als 10 Minuten in die Zukunft geht?

Schnurgerade Strassen

Rasende Busse auf dem Highway

Mehr geerntete Felder

Gen Abend erreichen wir Sea Lake, einen sympathischen kleinen Ort am Lake Tyrrell, einem großen Salzsee. Wie mir eine Ladenbesitzerin im Ort erzählt, gibt es einen Trail am Ufer entlang, von dem man schön über die Salzfläche sieht, und den nehmen wir dann auch – etwa 20km Dirt Road am See entlang, inklusive Känguruh und vielen, vielen Hasen.

Die schönsten Sachen entdeckt man eben doch wenn man einfach drauflos fährt und ab und zu jemanden fragt, wo es schön ist!

Bewirtschaftet wird das Land bis zum Ufer des Salzsees

Ganz hinten ist noch Wasser drin

Weiter Blick über das Salz

Toter Baum am Ufer des Salzsees

Noch ein toter Baum am Salzsee


Käng am Wegesrand

Eine Schnauze wie ein Esel

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