Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

RUND UM VENEDIG SCHIPPERN – TAG 3

Erkenntnis des gestrigen Abends: Autan wirkt nicht, und Mücken sind Arschlöscher. Mit roten Punkten am ganzen Körper ermahnen wir uns gegenseitig (meist wirkungslos) doch nicht zu kratzen, aber die Moral kann das nicht trüben! Wir fahren die gestrige Strecke wieder Retour, diesmal bei wolkenlosem Himmel.

Zuerst geht es wieder durch die Schleuse in die Lagune zurück, und diesmal erwischen wir die Vögel auch bei gutem Licht.

Immer entlang der Inseln, die die Grenze zwischen Meer und Lagune bilden, tuckern wir gemütlich mit der Höchstgeschwindigkeit von annähernd 10 km/h Richtung des südwestlichen Endes der Lagune. Je weiter wir kommen, desto mehr Verkehr teilt sich mit uns den Kanal. Eigentlich gilt hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung, aber die wird vollends ignoriert. Jedes Boot fährt so schnell, wie es sein Motor erlaubt, und wir sind das untere Ende der Hackordnung. Das macht aber gar nichts, es gibt so viel zu sehen.

Venedig lassen wir erst einmal in einigen Kilometern Entfernung vorbei ziehen, das heben wir uns für später auf.

Vor Lido de Venezia liegt eine Insel, die komplett bis zum letzten Zentimeter von einem backsteinroten Haus besetzt ist. Ein Blick in die Karte verrät uns: Es handelt sich um die Hospital-Insel. Hier wurden wohl die ansteckenden Patienten in Quarantäne behandelt.

Ein Stück weiter findet ein Gondel-Wettkampf statt: Gondoliere (männlich wie weiblich) in bunten, krachigen Farben treten im Wettrudern gegeneinander an. Wir müssen ganz dicht entlang der Briccolae fahren um nicht zu stören. Als hinter uns dann trotzdem die Polizeisirene ertönt, werden wir nervös, aber die Carabiniere schimpfen nicht uns, sondern das Boot, das uns gerade überholt. Es ist eines der Sorte, das mehr Wellen als Geschwindigkeit produziert – Auffallen um jeden Preis! Die Wellen stören aber natürlich den Wettkampf, und so wird der Fahrer per erhobenem Zeigefinger ermahnt nicht so schnell zu fahren.

Kurz darauf erreicht uns eine SMS des Vermieters: Morgen müssen wir im Hafen bleiben, Sturm ist angesagt. Und so fahren wir bis Chioggia durch, damit wir Morgen ein Alternativprogramm haben.

Am Abend kommt dann als Erstes ein kurzer, heftiger Regenguss, der aber leider keine Abkühlung bringt. Als wir uns Schlafen legen, ist von Wind noch nichts zu spüren.

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