Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

RUND UM VENEDIG SCHIPPERN – TAG 2

Nach einer langen Nacht mit viel Flüssigkeitsverlust und hohem Aggressionspegel gegenüber katholischen Muezzinen (Es ist essentiell, dass man auch um 3 Uhr Nachts regelmäßig an die aktuelle Uhrzeit erinnert wird!) klettern wir morgens mit ein wenig Augenringen aus den Kojen.

Weiter geht es die Sile flussabwärts Richtung Schleuse, an vielen Villen mit gepflegten englischen Gärten vorbei. Die gefiederte Fauna fühlt sich hier wohl, neben den obligatorischen Enten und Schwänen sind auch viele Reiher zu sehen.

Nach etwa zwei Stunden und einer durchfahrenen Schleuse öffnet sich der Blick endlich, keine Bäume und Uferböschungen versperren mehr die Sehlinie. Wir haben die Lagune erreicht, das Reich der Möwen und Kormorane!

Immer entlang der Briccolae, also der dreistämmigen Begrenzungsstangen der Kanäle, navigieren wir durch die Kanäle. Die Lagune ist von Natur aus nicht befahrbar, die Kanäle werden regelmäßig wieder frei gebuddelt. Und von den Markierungspfosten sollte man sich nicht all zu weit entfernen, sonst macht der Kiel recht schnell Bekanntschaft mit dem flachen Schlickboden.

Mittags erreichen wir die Insel Burano mit ihren farbenfrohen Häusern und dem schiefen Kirchturm. Zuerst geht es mit dem Boot einmal um die komplette Insel außen rum, denn wir kommen mit dem Hausboot nicht unter der Brücke durch.

Nach dem ersten Blick rüber zum Campanile auf Venedig erreichen wir den Ankerplatz.

Hier nehmen wir noch einen Passagier auf, der den Weg hierher mit Zug und Vapporetto gefunden hat. Nachdem nun alle Kabinen besetzt sind, füllen wir auch den Kühlschrank (und den Vorrat an Hopfen- und Traubenbasierten Flüssigkeiten) auf. Nebenbei quetschen wir uns noch durch den Strom an anderen Touristen durch den Ort. Ich schaffe es trotzdem ein paar Fotos zu machen, auf dem die Massen nicht zu sehen sind!

Auf Burano finden wir nicht nur lebendige, sondern auch merkwürdige nicht-lebendige Tiere. Eine etwas schräge Ausstellung in einem Park zeigt gefesselte afrikanische Tiere.

Wir biegen links Richtung Naturschutzgebiet ab, hier ist weniger Gewusel und ich hoffe ein paar gute Vogelbilder schießen zu können. Das mit den Bildern hält sich aber in Grenzen, denn die Wolken schließen sich über uns, und das Licht verliert seine Farbe.

Am Ende der Lagune geht es erneut durch eine Schleuse in den Hafen von Cavallino, wo wir die Nacht verbringen.

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Thema von Anders Norén

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