Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

Ein Wochenende aus Hamburg raus

Ich bleibe dieses Wochenende in Hamburg, und das Wetter ist Bombe. Also miete ich mir ein Auto, packe einen Kollegen ein, und fahren „mal schnell“ nach Cuxhaven zur Elbmündung.

Fähre Glückstadt-Wischhafen

Wir nehmen die Strecke nördlich der Elbe, und wollen bei Glückstadt mit der Fähre übersetzen. Doch schon eineinhalb Kilometer vor der Fähre steht der Verkehr.

Alle 10 Minuten geht es wieder ein paar Meter weiter. dann wieder Warten. Glücklicherweise gibt es Warte-Infrastruktur in Form eines Foodtrucks. Mit einer Fischsemmel wartet es sich leichter.

Wir erfahren: eine Stunde Wartezeit ist gar nichts, unter der Woche stünde man häufig drei Stunden! Und eine weitere Fährstrecke hätte es einmal gegeben, aber die wären pleite gegangen.

Ich sehe hier eine Geschäftsidee – mir fehlt nur das bisschen Startkapital, um einen zweiten Fährhafen und 2 oder 3 Fähren zu kaufen. Konkurrenz in Form von Brücke oder Tunnel sind hier nicht möglich, und es gibt zur Fähre nur 2 Alternativen: Hubschrauber oder 180km Umweg über die Elbbrücken in Hamburg.

Insgesamt dauert die Fahrt für 100km Luftline 4,5h. Ein Glück, dass mein Kollege dabei ist, so ist das dennoch sehr kurzweilig!

Cuxhaven

In Cuxhaven bei der „alten Liebe“ – dem Hafen – gibt es eine Beobachtungsplattform, hier kann man die vorbei fahrenden Schiffe und in weiter Ferne das schleswig’sche Elbufer betrachten. Eine Lautsprecherstimme sagt alle Schiffe an und erzählt ein paar Worte zu Ihnen.

Anschließend laufen wir noch ein paar Meter zur Kugelbake, die das Ende der Elbe und den nördlichsten Punkt Niedersachsens markiert.

Nach einem Abendessen an einer der Fischbuden dort geht es wieder zurück nach Hamburg. Die Fahrt über die Köhlbrandbrücke in über 50m Höhe über dem hell erleuchteten Hafen ist beeindruckend, und ich beschließe hier morgen noch mal bei Tageslicht drüber zu fahren!

Seevengeti

Südlich von Hamburg mündet die Seeve in die Elbe, und nachdem das Gebiet dort schon durch Kiesentnahme für den Hafenbau und Ölbohrungen misshandelt wurde ist es inzwischen ein Naturschutzgebiet. Ein mutiger Naturschützer hat das Ganze in Anlehnung an die Serengeti gelabelt – ob das eine erneute Vergewaltigung oder ein kluger Schachzug war, mag jeder selbst entscheiden. Jedenfalls ist es hier wunderschön!

Neben Kormoranen, Enten, Gänsen, Schwänen, Fasanen und Reihern gibt es hier auch Eisvögel. Trotz über eine Stunde geduldigen Wartens hat sich aber keiner gezeigt – Pech. Es gibt aber genug Anderes zu sehen – neben den ganzen Vögeln auch Kühe verschiedenster Rassen, die dafür sorgen, dass das hier eine Steppe bleibt und kein Birkenwald wird.

Eigentlich wollte ich anschließend noch weiter fahren zum Biospärenreservat Schaalsee, aber es ist so schönes Wetter – ich hebe mir das für später auf, fahre nach Hamburg zurück, gebe das Auto ab und fahre noch eine Runde mit dem Rad. Man muss das nochmal genießen, schließlich sammeln sich bereits die Zugvögel für die Reise in die Winterquartiere.

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Thema von Anders Norén

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