Unterwegs

Immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenem

#Dohoam_is_a_schee – Fulminanter Abschied von 2017

Am letzten Tag des Jahres bläst ein kräftiger Föhn über das bayrische Alpenvorland und schmilzt den in den letzten Tagen gefallenen Schnee. In der Sonne ist es angenehm warm, und unser heutiger Ausflug führt uns an den Speichersee im Nordosten Münchens – ein Ort, der völlig zu unrecht von Münchner Ausflüglern links liegen gelassen wird.

Der weiträumige 1929 angelegte künstliche See ist inzwischen ein Paradies für Wasservögel und bietet Tierbeobachtern offensichtlich gute Ausblicke – gleich drei Fernrohrkucker waren konzentriert auf der Suche nach seltenen Tieren. Einer erzählte uns, es gäbe hier auch Biber.

Der Weg führt uns über den nicht vom Biber, sondern von Menschen gebauten Damm am nördlichen Ufer des Sees entlang.

Die am Damm gepflanzten Bäume schützen nicht nur diesen vor Erosion, sondern auch uns vor dem kräftigen Wind.

Flauschige Wolle, Misteln, die Miraculix in Verzückung bringen würden und wild wehendes Schilf bieten sich als Fotomotive an, aber der See und seine Bewohner drängeln sich in den Vordergrund.

Während viele Vögel Mittagsschlaf in der wärmenden Sonne halten, macht eine Gans Gymnastik und dehnt die Brustmuskulatur bis zum Maximum.

Während das Schwanenpaar oben sich verliebt in die Augen blickt, hält sich der untere Schwan eine ganze Horde Blässhühner, die um seine Aufmerksamkeit buhlen.


Bei so viel offen zur Schau gestellter Liebe bekommen diese Enten gleich einen hochroten Kopf.

In der Mitte des Sees sind die Tiere ganz unter sich, auf der Insel stört sie weder Mensch noch deren tierische Begleiter.

Auf dem Rückweg laufen wir unten auf der Landseite des Damms, und hier pustet der Wind ungebremst über die flache Landschaft. Die Bauern Ismanings bauen seit mindestens 500 Jahren traditionell Weißkraut an, die letzten Reste sind zusammen mit Wirsing, Rosenkohl und Lauch noch auf den Feldern zu finden. Eine angenehme Abwechslung von dem üblichen Weizen und Mais.

In der Mitte der Felder stehen ein paar Bäume, die nackt und braun über die Saat wachen.

Zum Abschluss noch ein wenig Lauch im Wind:

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Thema von Anders Norén

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